Links

Hier wollen wir Verweise auf speziell für Raunheimer Bürger*innen interessante Internet-Seiten oder auf von uns diskutierte Themen zusammenstellen. Dabei haben wir Links, die in den vorhandenen Dokus genutzt werden, nicht alle hier nochmals aufgenommen.
Logos haben wir überall da eingestellt, wo wir glauben, dass es da nützliche Informationen geben könnte.
Natürlich kontrollieren wir die Links von Zeit zu Zeit, aber manche Anbieter ändern ihr Angebot so schnell, dass es etwas dauert, bis tote Links aktualisiert oder beseitigt sind.

Derzeit gibt es drei Bereiche:
Zunächst ein paar Moglichkeiten, Fluglärmbeschwerden loszuwerden,
danach Links zu unterschiedlichsten Informationsquellen,
und am Ende noch einige Links aus und über Raunheim.

Protest

Adressen für Fluglärm-Beschwerden

Es gibt täglich Gründe, sich über die Belas­tungen durch den Flug­hafen zu beschweren, aber nur ganz wenige Möglich­keiten, damit auch etwas zu erreichen.
Von den zustän­digen Institu­tionen haben nur Fraport und die Deutsche Flug­siche­rung DFS so etwas wie ein Beschwerde-Manage­ment, aber bei beiden ist es noch krasser als anderswo darauf ausge­richtet, einfach nur Nörgler möglichst ruhig­zustellen

Am sinn­vollsten ist es, für Lärmbe­schwerden das Beschwerde­formular des Deutschen Flug­lärm­dienstes DFLD zu nutzen. Dann wird die Beschwerde zumin­dest auch in der DFLD-Sta­tistik korrekt erfasst.
Wenn die Beschwerde einen bestimmten Flug betrifft, geht es noch ein­facher über die Lärm­werte der nächst­liegenden Mess­station. Dort werden bei Anklicken des jewei­ligen Fluges die rele­vanten Daten gleich ins Formular über­nommen.
Die Beschwerde-Statistik gibt die Beschwerden pro Monat für das laufende Jahr und die Beschwerden pro Tag für den aktu­ellen Monat an.

Nachbarschaftdialog

Fraport bietet Flug­lärm-gestres­sten Menschen im Rahmen des sog. Nachbar­schafts­dialogs ein Anfrage-Portal an, in dem zunächst versucht wird, Anliegen aller Art mit ein paar Stan­dard-Floskeln abzu­wimmeln.
Wer hart­näckig bleibt, hat die Chance, die Beschwerde mit einigen Standard­angaben (Ort, Datum, Zeit) und ggf. 4.000 Zeichen Kommen­tar abzu­setzen. Wenn das Ereig­nis nicht mehr als 3 Tage zurück­liegt, gibt es auch die Chance auf eine Antwort, ansonsten wird die Beschwerde nur statis­tisch erfasst.
Eine inhalt­lich relevante Antwort ist aller­dings weniger häufig als ein Sechser im Lotto, und inner­halb von drei Tagen gibt es sie sicher nicht. Drei Wochen dürfen schon als kurze Bear­beitungs­zeit gelten. Es kann aber auch sehr viel länger dauern ...

Seit Februar 2024 gibt es auch probe­weise wieder die Mög­lich­keit, das gleiche Ver­fahren ohne Tipp-Arbeit über das Fraport Infofon einzu­leiten. Unter der Ruf­nummer 069 690 60600 nehmen in der Zeit von 5 bis 24 Uhr Menschen die Daten ent­gegen, die man sonst ins Formular ein­tragen müsste, tragen sie in das gleiche Formular ein, sagen noch ein paar freund­liche Worte dazu, und dann geht es weiter wie oben.

Grafik

Man sollte aber über seine Beschwerden, egal auf welchem Weg, sorg­fältig Buch führen. Wer sich in Raun­heim über jeden zu lauten Flug beschwert, kommt im Jahr locker auf über 500 Beschwerden und wird danach lebens­länglich als "Viel­beschwerde­führer" gebrand­markt, dessen Beschwerden auch nur noch statis­tisch erfasst, aber nicht mehr bear­beitet werden (was aller­dings in den meisten Fällen keinen Unter­schied macht).

Die DFS bietet ein Kontakt­formular – Flug­lärm an, über das belie­bige Nach­richten über­mittelt werden können. Die Bear­beitungs­dauern sind ähnlich wie bei Fraport, und die Aussage­kraft der Antworten ist eher noch geringer.

Eine mögliche Schluss­folgerung aus all dem könnte sein: jammern und die offi­ziellen Beschwerde-Wege gehen, hilft nicht. Wer etwas verän­dern will, muss andere Methoden wählen. Wir als BI sind gerne bereit, darüber zu disku­tieren und zu sehen, ob andere Aktivi­täten nicht mehr bewirken können. Unser Kontakt­formular garan­tiert auch keine Sofort-Reak­tionen, aber wir melden uns sicher in abseh­barer Zeit. Schnelle Lösungen haben wir in der Regel auch nicht, aber der Versuch lohnt sich.


Button


BIFR-Protest

Informations­quellen für 'luftverkehrs-kritische' Menschen

(Fluglärm-Gegner­*innen, Flughafen­ausbau-Gegner­*innen, Klima­schützer­*innen u.a.)

Wir verweisen hier nochmal ausdrück­lich auf den Disclaimer in unserem Impressum.

Dieser Bereich ist nach den Ebenen gegliedert, auf denen die jewei­ligen Akteure (haupt­säch­lich) agieren,
von regional bis inter­national.


Regionale Akteure

Erste Adresse für Fluglärm-Gegner­*innen sind die Seiten des Deut­schen Flug­lärm-Dienst DFLD mit Infos über den aktu­ellen Flug­betrieb (Flug­routen, Anflug­höhe, Flug­zeugtyp usw.), den erzeugten Lärm, und einige statis­tische Angaben dazu (die für viele Flug­häfen zur Verfü­gung stehen, in der Region neben Frank­furt auch für Egels­bach und Mainz-Finthen und eine Station in Wies­baden-Erben­heim).

Weitere statis­tische Auswer­tungen dieser und anderer Daten werden von flugaus­wertung.de auf der Seite der Stabs­stelle für Fluglärm­schutz der Stadt Frank­furt bereit­gestellt. Dort gibt es auch ein eigenes Moni­to­ring Flug­lärm und Flug­bewegungen.
Weitere Infos dazu gibt es auf unserer Seite Lärm­werte und Flug­daten.

Die Bürger­initiativen, die sich im Rhein-Main-Gebiet gegen Fluglärm und Flughafen­ausbau wenden, haben sich zusammen­geschlossen im 'Bündnis der Bürger­initiativen - Kein Flughafen­ausbau - Nachtflug­verbot von 22 - 6 Uhr', BBI. Auf der Home­page finden sich einige aktu­elle Beiträge über Aktivi­täten der BIs, Hin­weise auf Materia­lien, Links zu den Einzel-BIs und Vieles zur Geschichte des Kampfes gegen den Flughafen­ausbau seit den Neun­ziger Jahren. Aktuell arbeiten aber nur noch wenige BIs aktiv im BBI mit.
Ähnlich struktu­riert wie die BBI-Webseite und mit noch umfang­reicheren Materia­lien zum Kampf gegen den Flughafen­ausbau in den 'Nuller­jahren' war das Flughafen-Forum, dass aber seit einiger Zeit nicht mehr erreich­bar ist und vermut­lich von den Betrei­bern vom Netz genommen wurde.
Videos von vielen Aktionen der Ausbau­gegner von 2002 - 2014 gibt es von QuerTV, von 2013 - 2016 von Volker Volks Videos, und auch BBB TV, die eigent­lich am Berliner Flug­hafen BER aktiv waren, hatten etliche Bei­träge, auch speziell aus Frank­furt, aber auch von allge­meinem Inter­esse.
Fach­spezifisch interes­sante ältere Beiträge gibt es zu juris­tischen Fragen, speziell Klagen gegen den Flug­hafen­ausbau, beim "Institut zur Abwehr von Gesund­heits­gefahren durch Lärm" IAGL und zu diversen wissen­schaft­lichen Aspekten beim "Rhein-Main-Institut" RMI (das aber in jüngster Zeit auch nicht mehr erreich­bar war).

NuK-RM-Logo

Gegen die nega­tiven Umwelt­folgen des Ausbaus des Frank­furter Flug­hafens enga­gieren sich auf Landes­ebene unter den Umwelt­verbänden insbe­son­dere der BUND Hessen und (zuletzt eher weniger) die Natur­Freunde Hessen. Informationen über umwelt- und klima-politisch relevante Projekte in der Region liefert das Netzwerk Umwelt und Klima Rhein-Main

KAGZRM-Logo

Der kommu­nale Wider­stand gegen den zuneh­menden Flug­lärm organi­sierte sich in den neun­ziger Jahren zu­nächst in der Kommu­nalen Arbeits­gemein­schaft Flug­hafen Frank­furt, KAG und im Zuge der drohen­den nächsten Ausbau­runde auch in der Initia­tive Zukunft Rhein-Main. Nach einer längeren Phase enger Zusammen­arbeit fusio­nierten die beiden Gremien Ende 2023 zur KAGZRM, deren Web­seite aller­dings in Umfang und Infor­mations­gehalt weit hinter der alten ZRM-Web­seite zurück­bleibt.

Absperrband

Wer dem Gegner direkt ins Auge blicken will, findet auf der Web-Präsenz der Fraport AG auch Seiten zum Thema Flug­lärm und zu "Aktivem und Passivem Schall­schutz" mit allge­meinen Informa­tionen zu Flug­lärm und den Fraport-Schall­schutz­program­men und einen Info­service Flug­lärm V 2.0 mit einer Reihe von Basis­daten wie Stan­dard-Flug­routen und -‍höhen, die Konturen der diversen Schall­schutz­zonen und der jähr­lichen Flug­lärm­werte und ein paar andere Daten.
Im News­room gibt es neben den aktu­ellen Presse­mittei­lungen auch einen Bereich Social Media mit verein­zelten aktu­ellen Nach­richten, aber über­wiegend Unter­haltungs­schnipsel von "halb­wegs witzig" bis "voll daneben", sowie einen Bereich Medien und Publika­tionen, wo man über viele Klicks auch zu ein paar interes­santen Informa­tionen kommen kann.

LH als Klimakiller

Lufthansa: Effizienzklasse D, Platz 100 von 123 im 'Airline Index 2025'

Größter Player am Frank­furter Flug­hafen ist die Luft­hansa, die für knapp 2/3 aller Flüge verant­wort­lich ist und auf ihrer Unter­seite Klima und Umwelt eine Spitzen­leistung im Green­washing ablie­fert. Dem­gegen­über wirken die Materi­alien im News­room geradezu seriös.
Insge­samt operier­ten in Frank­furt nach Fraport-Angaben vor der COVID-Pandemie 94 Flug­gesell­schaften, die 306 Ziele in aller Welt anflogen (Stand Herbst 2019). Im Sommer 2026 waren es schon wieder 88 Flug­gesell­schaften und 283 Ziele.

Als gemein­sames Propa­ganda-Instru­ment gab es die Kampagnen-Seite Ja zu FRA. 2012 mit viel Pomp und finan­ziellem Aufwand gemein­sam von Luft­hansa, Fraport und Condor gegründet, sollte sie sich als 'Bürger­initiative' profi­lieren und der Protest­bewegung gegen den Ausbau etwas entgegen setzen, kümmert aber inzwi­schen weit­gehend unbe­achtet vor sich hin. Die mehr poli­tische Lobby-Schiene bedient die "Bürger­aktion" PRO Flughafen, in der Politiker vom rechten Rand wie Vor­stands­mitglied Willsch das Sagen haben.
Eine Fanseite mit ganz vielen Bildern von den auf FRA einge­setzten Gerät­schaften gibt es auch.

Vertrauen

Aufsichts­behörde für den Flug­hafen ist das Hessische Minis­terium für Wirt­schaft, Energie, Verkehr, Wohnen und länd­lichen Raum, das einen (mittler­weile schwer zu findenden) Bereich Luft­verkehr hat. (Tipp: über das Menü  ≡  suchen; über "Themen A_Z" bekommt man eine lange Liste von Presse­mittei­lungen, in der die Themen­bereiche unter völlig sinn­freien Daten ver­streut sind.)
Neben viel Grund­sätz­lichem u.a. zu Sicher­heit im Luft­verkehr, Lärm­schutz und Der Flug­hafen Frank­furt wird auch Aktu­elles wie z.B. die Aus­nahme­genehmi­gungen vom Nacht­flug­verbot präsen­tiert. Zum Nach­schlagen hin und wieder wichtig sind die Unter­lagen zum Plan­fest­stellungs­beschluss für die letzte Ausbau­runde.
Auch die Stabs­stelle Flug­lärm­schutz und die Flug­lärm­schutz­beauf­tragte mit Mail-Adresse und Telefon­nummer sind hier zu finden, wenn auch ohne eigene Inhalte.

Die Seiten machen deut­lich, welche Bedeu­tung die Landes­regie­rung diesen Themen bei­misst. Die Inhalte sind über­wiegend die der schwarz-grünen Vor­gänger­regierung, die von 2014 bis 2024 den Ausbau begleitet und unter­stützt hat, und sind z.T. völlig veraltet. Nur an einigen Stellen sind neuere Ent­wick­lungen irgendwie hinein­geflickt worden. So stehen z.B. im Bereich Lärm­schutz der Hinweis auf das (noch aktu­elle) Gesetz über den Regio­nalen Lasten­aus­gleich gleich­berech­tigt neben Hin­weisen auf Förder­richt­linien zum seit Jahren abge­laufenen Regio­nal­fonds­gesetz und einer Liste von Maß­nahmen für Flug­lärm­schutz auf dem "Stand: Oktober 2019". Höhe­punkt ist der Satz auf einer Unter­seite Flug­lärm­bekämpfung: "Derzeit arbeiten alle Betei­ligten mit Hoch­druck an der Umset­zung der 19 aktiven Schall­schutz-Maß­nahmen aus der Allianz für Lärm­schutz 2012" (was schon 2014 ein schlech­ter Witz war).

Da einige Aufsichts- und Regulie­rungs-Funk­tionen an die Regierungs­präsidien ausge­lagert sind, findet man einige rele­vante Unter­lagen auch auf den Seiten des Regierungs­präsidium Darm­stadt, z.B. zur Lärm­aktions­planung (die aller dings bisher nur eine Farce ist) und zum Lärm­schutz. Zu Letzterem kann man da nochmal nach­lesen, dass es ihn für Privat­personen nicht mehr gibt.
Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat kennt den Flug­hafen als umwelt­rele­vanten Faktor nur im (auch vom Webauf­tritt der Vor­gänger-Regie­rung übrig geblie­benen) Bereich Lärm­immis­sionen: Flug­lärm und verweist auch da nur auf das RP Darm­stadt.

HLNUG-Logo

Immerhin gehört in den Bereich dieses Minis­teriums als nachge­ordnete 'tech­nisch-wissen­schaft­liche Umwelt­behörde' das Hessische Landesamt für Natur­schutz, Umwelt und Geologie, das für die Umgebungs­lärmkar­tierung auch den Fluglärm berück­sichtigt. In der Luft­reinhalte­planung kommt der Flughafen praktisch nicht vor, aber im Mess­daten­portal des HLNUG lassen sich nicht nur die Mess­werte für allge­meine Luftschad­stoffe, z.B an der Raun­heimer Luftmess­station abrufen, sondern auch die Werte für Ultra­fein­staub, die zu einem großen Teil von Flug­zeugen emittiert werden.

Kugelritt

Die Öffent­lichkeits­arbeit (oder besser, die Propa­ganda) zum Thema Flughafen und seinen Auswir­kungen auf Bevölke­rung und Umwelt über­lassen die Minis­terien weit­gehend dem Umwelt- und Nachbar­schaftshaus UNH, das auch als Geschäfts­stelle für das Forum Flug hafen und Region FFR dient. Dort soll "neben der Fort­führung des Dialogs, die Erörte­rung der Auswir­kungen des Luft­verkehrs mit besonderem Bezug auf den Flughafen Frankfurt Main und die Region Rhein-Main" statt­finden. Zwar sitzen neben Vertreter­*innen der Regierung und der Luft­verkehrs­wirtschaft auch Vertreter­*innen von Kommunen und einiger weniger Verbände in den Gremien des FFR, aber eine Beteili­gung der Öffent­lichkeit gibt es nicht.
Faktisch waren diese Gremien schon immer von der Luftverkehrs­wirt­schaft und ihren poli­tischen Unter­stützern domi­niert, aber im Zuge des allge­meinen umwelt- und klima-poli­tischen Roll-back und der Ab­schwächung des Wider­stands gegen die wach­senden Belas­tungen durch den Flug­verkehr werden auch dort die Inter­essen der Betrof­fenen immer dreister miß­achtet. Zwar findet man immer noch zu etlichen Themen interes­sante Unter­lagen, aber selbst für deren eigene Aus­arbei­tungen und Vor­lagen werden offen­bar immer weniger Res­sour­cen aufge­wendet.

Als "Bera­tungs- und Koordi­nations­institution" für "inno­vative und nach­haltige Konzepte" hat sich das Verkehrs­minis­terium das "Kompetenz­zentrum für Klima- und Lärm­schutz im Luft­verkehr" ("Centre of Compe­tence for Climate, Environ­ment and Noise Protec­tion in Aviation CENA") einge­richtet. Faktisch geht es dort darum, der Luft­verkehrs­wirtschaft einen Teil der Kosten für die notwen­dige Forschung zur Entwick­lung sog. "Alter­nativer Treib­stoffe" abzu­nehmen.
Gemeinsam mit der Stadt Frank­furt betreibt das Verkehrs­minis­terium auch noch das "House of Logis­tics and Mobi­lity" HOLM, das "Treiber dieser führen­den Rolle Hessens" als "Vor­reiter bei der Entwick­lung und Einfüh­rung neuer Lösungen für Logistik und Mobi­lität" sein soll. Das wird "sicher­gestellt ... durch die Vernet­zung aller Akteure aus Wirt­schaft, Wissen­schaft und Politik". Das Geschwafel lässt ahnen, dass die Öffent­lichkeit besser nicht erfahren sollte, wofür dort Geld aus dem Fenster geworfen wird. Immerhin gibt es den einen oder anderen interes­santen Beitrag von Externen im dortigen Blog.

Grafik

Auch die Fluglärm­kommission Frankfurt ist ein offi­zielles Beratungs­gremium des Verkehrs­ministeriums und arbeitet ohne Öffent­lich­keits-Betei­ligung, aber dort geht es teil­weise deut­lich kriti­scher zu, weil auch die kommu­nalen Lärm­schutz-Inter­essen in die Arbeit einge­bracht werden können. Die Sitzungs­materialien geben häufig interes­sante Einblicke in aktuelle Lärm­diskus­sionen, und für Bürger­anliegen ist die FLK deut­lich offener als das Minis­terium, das sich seine Ant­worten auf Anfragen und Beschwer­den von der Fraport schreiben lässt. Aller­dings zeichnet sich auch hier eine Tendenz ab, kriti­sche Stimmen zuneh­mend zu unter­drücken.

Die regio­nalen Medien schreiben zwar häufig, aber wenig syste­matisch über den Flug­hafen und die dortigen Akteure. Bei der 'Frank­furter Rundschau' findet man einen Themen­bereich Frank­furter Flug­hafen (mit zahl­reichen Über­schnei­dungen mit dem gleich­namigen Bereich bei der Frank­furter Neuen Presse), aber dort finden sich nicht unbe­dingt alle Artikel zum Thema 'Luft­verkehr in Rhein-Main'. Auch die Hessen­schau hat eine eigene Rubrik zum Thema "Fluglärm".
In der Rubrik Flughafen Frankfurt des Online-Portals für Groß-Gerau und Rhein-Main, GG-online, finden sich sowohl Beiträge zu Themen rund um den Flug­hafen als auch über den Wider­stand gegen den Ausbau.

Einen Überblick über die Ausbau-Pläne gibt es in unserer Doku Flughafen-Ausbau. ( Links zu den medizinischen Folgen des Fluglärms haben wir in unserer Doku "Lärm­wirkungen" gesammelt, ebenso zu "Schad­stoffen".)

Button


Grafik

Die Bundes-Ebene

Kommunen, Verbände und Vereine, die sich mit dem Thema Fluglärm befassen, haben sich auf Bundes­ebene in der 'Bundes­vereini­gung gegen Fluglärm' BVF organisiert. Auf deren Homepage findet man insbe­sondere viel Hinter­grund-Material zu tech­nischen und politi­schen Fragen im Info­pool.
Die aktivis­tische Gruppe Am Boden bleiben organi­sierte zwischen 2018 und 2023 insbe­sondere plaka­tive und medien­wirksame Aktionen an verschie­denen Flug­hafen-Stand­orten in Deutsch­land, u.a. gegen Bullshit-Flüge. Sie hat sich inzwi­schen aufgelöst, aber auf ihrer Web­seite sind noch viele Infos und Ideen zu finden.

Mit den Umwelt­folgen des Flug­verkehrs insgesamt als speziellem Thema beschäf­tigen sich der BUND Bundes­verband, Robin Wood und der Verkehrs­club Deutsch­land VCD. Die "Umwelt-, Entwick­lungs- und Menschen­rechts­organi­sation" German­watch hat zwar kein eigenes Thema "Flug­verkehr", beschäftigt sich aber im Themen­bereich Verkehrs­wende häufig und intensiv damit. Die Klima­schutz­organisation Atmos­fair ist kein Umwelt­verband, sondern eine gemein­nützige GmbH, die wirt­schaft­lich tätig ist und Klima­schutz­projekte betreibt, die u.a. durch frei­willige Kompen­sations­zahlungen von Flug­reisen­den und Veran­staltern und durch Spenden finan­ziert werden.

Eine Trans­formation des Luft­verkehrs kann nicht funktio­nieren ohne die dort Beschäf­tigten. Daher kann es nur nützlich sein, deren Organi­sationen und die dort statt­findenden Diskus­sionen zu kennen. Das ist aller­dings nicht immer ganz einfach.
Seit einiger Zeit gibt es das ehe­malige Portal der Bundes­fach­gruppe Luft­verkehr der Gewerk­schaft ver.di nicht mehr. Die Web­seite der Bundes­fach­gruppe Öffent­liche und private Dienst­leis­tungen, Sozial­versiche­rung und Verkehr, zu der die Beschäf­tigten im Luft­verkehr gehören, stellt keine spezi­fischen Informa­tionen aus diesem Bereich zur Ver­fügung.
Mit ver.di über einen Koope­rations­vertrag ver­bunden ist der Berufs­verband Vereini­gung Luft­fahrt. Mit diesem wiederum koope­riert die haupt­sächlich in Frank­furt aktive Vereini­gung Boden. Auf deren Web­seiten gibt es ein paar Informa­tionen mehr.
Bundes­weit aktiv sind die 'Gewerk­schaft des Kabinen­personals' UFO, die 'Piloten­gewerk­schaft' Vereini­gung Cockpit und die 'Gewerk­schaft der Flug­sicherung' GdF. Hier bekommt man zumin­dest Informa­tionen über die aktuell laufen­den Aus­einander­setzungen. Die GdF gibt die Zwei­monats-Zeit­schrift flug­leiter heraus, die häufig auch für Laien interes­sante Beiträge zu Fragen der Sicher­heit im Luft­verkehr, Flugver­fahren o.ä. enthält.

Natürlich haben die Akteure der Luft­verkehrs­wirt­schaft auch jeweils ihre Lobby-Gruppen auf Bundes­ebene. Als Ver­treter der Flug­gesell­schaften agiert BARIG (Board of Airline Representatives In Germany), daneben gibt es auch noch den weit­gehend bedeutungs­losen 'Bundes­verband der Deutschen Flug­gesell­schaften e.V.' BDF, bestehend aus Condor, Lufthansa (mit Eurowings) und TUIfly.
Die Privat­fliegerei, deren wesent­licher Teil auch Geschäfts­flug­verkehr genannt wird, hat ihre eigene Inter­essen­vertretung in der 'German Business Aviation Asso­ciation' GBAA, die unter­schied­lichste Unter­nehmen in diesem Sektor vertritt.

Die deutschen Verkehrs­flughäfen haben als Dach­verband den Flug­hafen­verband ADV (Arbeits­gemein­schaft Deut­scher Verkehrs­flug­häfen), in dem sich die inter­natio­nalen und die 'großen' Regio­nal-Flug­häfen organi­sieren. Für die klei­neren gibt es die 'Inter­essen­gemein­schaft der regio­nalen Flugplätze' IDRF e.V., in der z.B. auch die Plätze Egels­bach und Mainz-Finthen Mitglied sind.

Als gemein­sames Propa­ganda-Instru­ment der Luft­verkehrs­wirtschaft insge­samt wurde vor einigen Jahren der Bundes­verband der deutschen Luft­verkehrs­wirtschaft, BdL gegründet. Er hat auch ein speziel­les Portal zum Thema Flug­lärm, das gerne seriös wirken möchte, aber dabei mit den Inhalten Schwierig­keiten hat.
Speziell für die Lobby­arbeit zu den sog. "nach­haltigen Treib­stoffen" (Sustain­able Aviation Fuels, SAF) wurde die aireg, die "Avia­tion Initia­tive for Renew­able Energy in Germany e.V.", gegrün­det, die "Engage­ment, Knowhow und lang­jährige Erfah­rung aus Indus­trie, Wirt­schaft und Wissen­schaft im Bereich der deut­schen Luft­fahrt" bündeln will und das Ziel hat, "Forschung, Produk­tion und Einsatz von nach­haltigen Flug­kraft­stoffen (SAF) in Deutsch­land voran­zutreiben: 2030 sollen SAF 10 % des europa­weit getankten Flug­kraft­stoffes aus­machen".

Grafik

Die rechtlichen Regelungen begrenzen nicht den Luftverkehr, sondern die Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren.

Grafik: no BMV BMUKN

Die Ministerien

Von Regierungs­seite sind im Wesent­lichen zwei Minis­terien für Rege­lungen im Bereich des Luft­verkehrs zustän­dig.
Im Verkehrs­minis­terium gibt es einen speziel­len Bereich Luft­verkehr, der sich mit wirt­schaft­lichen und recht­lichen Aspekten befasst, aller­dings häufig nicht auf dem neuesten Stand ist.
Auch eine Wiki­pedia-Liste mit "Rechts­vor­schriften zum Luft­verkehr" hinkt öfter mal der Gesetz­gebung hinterher.

Die zentrale Rechts­quelle des Luft­fahrt­rechts in Deutsch­land sind das Luft­verkehrs­gesetz (LuftVG) und die Luft­verkehrs-Ordnung (LuftVO), zusammen mit weite­ren zuge­hörigen Verord­nungen.

Grafik: no DFS BAF LBA FluKo BFU DWD DLR

Die Bundeseinrichtungen

Die Aufgabe der Über­wachung und Lenkung des Flug­betriebs hat das Minis­terium schon 1993 an die privati­sierte DFS Deutsche Flug­sicherung GmbH ausge­gliedert, die für die Flug­über­wachung und -koordi­nation zuständig ist und auf ihren Seiten eine Reihe von tech­nischen Informa­tionen bietet.
Die Seite Umwelt, bleibt relativ ober­flächlich. Detail­liertere Informa­tionen findet man in einigen Publika­tionen, die dort zum Down­load bereit stehen. Für Insider gibt es da auch das jeweils aktu­elle Luft­fahrt-Hand­buch und seit April 2026 auch die Nach­richten für Luft­fahrer (NfL).

Bei der Privati­sierung der Flug­sicherung als staat­licher Rest­bestand übrig­geblieben ist das BAF Bundes­aufsichts­amt für Flug­sicherung, das mit der DFS Tür an Tür in Langen sitzt und dort Aufsicht führt und die Tätig­keiten ausübt, für die hoheit­liche Befug­nisse not­wendig sind.

Alle Arten von Zulas­sungs-, Genehmi­gungs- und Aufsichts­funk­tionen in Bezug auf Perso­nal und Gerät­schaft im Luft­verkehr übt das Luft­fahrt-Bundes­amt LBA aus. Hier findet man viele Informa­tionen, z.B. für die Anforde­rungen, die Geräte erfüllen müssen, um im Luft­verkehr einge­setzt werden zu dürfen. Es gibt auch eine Seite mit Informa­tionen, wo man die jeweils aktuellen und gültigen Gesetze und Verord­nungen finden kann.

Ebenfalls eine staat­liche Einrich­tung ist der Flug­hafen-Koordi­nator, der u.a. für die Zutei­lung von Slots zustän­dig ist und damit einen wesent­lichen Einfluss auf den Flug­betrieb hat. In den News erhält man auch Infos über tempo­räre Slot-Reduzie­rungen, die helfen sollen, das Chaos am Himmel noch irgend­wie einzu­dämmen.
Wenn mal was Ernst­haftes (d.h. eine "schwere Störung" des Flug­betriebs) passiert, kommt die BFU Bundes­stelle für Flug­unfall­unter­suchung ins Spiel, die solche Vor­fälle unab­hängig unter­suchen und Empfeh­lungen zur Unfall-Vermei­dung erar­beiten soll.

Auch der Deutsche Wetter­dienst DWD ist eine nachge­ordnete Behörde des BMVI, die im Rahmen des Flug­wetter­dienstes auch umfang­reiche mete­oro­logische Dienst­leis­tungen für die Luft­fahrt anbietet, die aller­dings Privat­personen über­wiegend nicht zur Ver­fügung stehen. Immer­hin findet man etliche Erläute­rungen zu für die Luft­fahrt rele­vanten mete­oro­logischen Prozessen und Diensten.

Eine weitere Bundes­einrichtung ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raum­fahrt DLR. Es ist ein "Forschungs­zentrum der Bundes­republik Deutsch­land" und betreibt "Forschung und Entwick­lung in Luft­fahrt, Raum­fahrt, Energie und Verkehr, Sicher­heit und Digitali­sierung". Beson­ders interes­sant ist der Bereich Luft­fahrt mit den Nach­richten zur Luft­fahrt­forschung, der nicht nur Zukunfts­konzepte für Klima­verträg­liches Fliegen ent­wickelt, sondern auch For­schung zu Klima­relevante Spuren­gasen, Reduk­tion der Klima­wirkungen des Luft­verkehrs und ähn­liches betreibt. Auch zu Wirbel­schleppen findet man hier interes­sante Beiträge.

Zur Diskussion der "nega­tiven Auswir­kungen des Luft­verkehrs auf die Umwelt und das Klima" gibt es beim Bundes­ministerium für Umwelt einen Themen­bereich Luft­verkehr mit einem Verweis auf ein Kapitel Flug­lärm, das auch in den Themen­bereich Lärm gehört. Der Themen­bereich Luft hat keinen eigenen Abschnitt zu den Emis­sionen des Luft­verkehrs. Dort gibt es zwar das spezielle Thema Fein­staub, aber weiter­gehende Aus­sagen zu Ultra­fein­staub und dessen Quellen fehlen ganz.

Die zentrale Rechts­quelle für den Schutz vor Flug­lärm in Deutsch­land ist das Flug­lärm­gesetz (FluLärmG), dessen Zweck es ist, "bau­liche Nutzungs­beschrän­kungen und bau­lichen Schall­schutz" zu regeln. Dazu konkre­tisiert es die Vor­gaben der ICAO und der EU zum sog. "Balanced Approach", steht aber inzwi­schen teil­weise im Wider­spruch zu den Anforde­rungen der EU-Umge­bungs­lärm-Richt­linie. Eine entspre­chende Novel­lierung des FluLärmG ist seit nunmehr fast zwei Jahr­zehnten über­fällig.

UBA-Logo

Das Umwelt­bundesamt als nachge­ordnete Behörde hält eine Viel­zahl von interes­santen Informa­tionen im Bereich Verkehr bereit, aber die früher auf einer eigene Seiten darge­stellten "Emis­sionen des Luft­verkehrs" muss man sich nun zusammen­suchen. Im Themen­bereich Lärm gibt es neben aller­lei Hinter­grund­informa­tionen z.B. zu Lärm­wirkun­gen und der EU-Umge­bungs­lärm­richt­linie auch eine eigene Seite für Flug­lärm und eine Publi­kation zu "50 Jahre Lärm­schutz im UBA".

Im Themen­bereich Luft werden die wich­tigsten Luft­schad­stoffe einzeln bezüg­lich Emissions­quellen, Konzen­trations-Entwick­lung und Wirkung darge­stellt, darunter auch Stick­stoff­oxide und Fein­staub, die auch vom Flug­verkehr emit­tiert werden. Aller­dings wird der Flug­verkehr als Quelle nur selten und nur einge­schränkt betrach­tet. Zu "Ultra­feinen Partikeln" gibt es nur Fragen und Antworten, die teil­weise veraltet sind.

UBA-Logo

UBA-Lärmexperte René Weinandy erklärt das
neue Konzept für den Luftverkehr der Zukunft.

Im Themen­bereich Klima/Energie werden die Treib­hausgas-Emis­sionen gemäß den Vor­gaben der EU-Bericht­erstat­tung behan­delt, die den Anteil des Flug­verkehrs nur zu einem kleinen Teil (dem Inland-Flug­verkehr) berück­sichtigen.
Zu den Klima­wirkungen des Luft­verkehrs gibt es aber noch ein durch­aus umstrit­tenes Konzept für umwelt­schonen­des Fliegen, erläutert mit einigen Grafiken und dem neben­stehenden Audio-Beitrag, sowie eine Publi­kation zu den "Klima­wirkungen des Luft­verkehrs".

Deutsch­sprachige Fach­blätter zur Luft­fahrt gibt es viele, aber von unter­schied­lichem Niveau und Qualität. Einige ver­stecken die interes­santesten Inhalte hinter einer Paywall. Empfeh­lenswert ist die Nach­richten-Seite aero.de, etwas ober­fläch­licher der aero­Telegraph. Eine schnelle Nach­richten-Über­sicht liefert der Ticker auf airliners.de. Mit einem Schwer­punkt auf Flug­häfen berichtet die Airport­zentrale.
Zu allen Fragen rund ums Klima ist die Online-Platt­form klima­reporter° eine gute Infor­mations­quelle. Die Beiträge zum Luft­verkehr muss man sich aller­dings mit der Such­funktion zusammen­suchen.

Button


EU und Internationales

Die meisten der nach­folgend verlinkten Seiten sind im Original in Englisch. Soweit deutsche Über­setzungen ange­boten werden, sind sie oft von frag­würdiger Qualität, die zu Mißver­ständnissen führen kann, und werden häufig erst verzögert aktua­lisiert.
Wir verlinken daher im Folgenden immer auf die Original­seiten. Andere Sprachen können ggf. auf der Start­seite, manchmal unter dem Label 'Language', ausge­wählt werden.

Grafik

Die luft­verkehrs-kriti­schen Initia­tiven sind auch inter­national vernetzt. Auf der EU-Ebene kümmert sich die "Union Européenne Contre les Nuisances Aériennes - Europä­ische Union gegen Flugzeug­belästigungen" UECNA haupt­sächlich um das Thema Flug­lärm, und in einem gewissen Maß auch um die Flug­zeug-spezi­fischen Schad­stoffe.
Die Organi­sation Trans­port & Environ­ment mit Sitz in Brüssel und einem Büro in Berlin versteht sich als "Europas füh­rende Kampagnen­gruppe für sauberen Verkehr" bzw. "Think Tank für verkehrs­politische Fragen und Klima­schutz". Besonders im Bereich Planes (Flug­zeuge) zeichnet sie sich aller­dings durch über­triebenen Technik-Opti­mismus und Glauben an markt­wirt­schaft­liche Instru­mente aus.

Grafik

Inter­national aktiv ist haupt­säch­lich das 2016 gegrün­dete Netz­werk Stay grounded. Es "arbeitet welt­weit daran, den Flug­betrieb zu redu­zieren und ein klima­gerech­tes Verkehrs­wesen aufzu­bauen". Schwer­punkte sind der schnelle und gerechte Über­gang zu einer klima­gerech­ten Mobi­lität und die Aufbe­reitung von umfas­senden Informa­tionen für entspre­chende Kampagnen.
Das Global Anti-Aero­tropolis Move­ment GAAM konzen­triert sich haupt­sächlich auf die sozialen, wirtschaft­lichen und ökolo­gischen Schäden, die das immer weitere Wuchern von Flug­häfen und der um sie herum angesie­delten spezi­fischen Struk­turen verur­sacht. Diese global "Aero­tropolis" genannten Strukturen hiessen in Frankfurt früher AirportCity, aber dieser Begriff ist inzwischen zu negativ belastet. Aktuell ist bei Fraport nur noch von Real Estate die Rede, und die Immobilien­projekte sind zwischen anderen Dienst­leistungen versteckt.
Als *offi­zieller Beobachter" von 'Non-govern­mental organi­sations' (NGOs) bei der Inter­nationalen Zivil­luftfahrt-Organi­sation ICAO (s.u.) arbeitet die Inter­national Coalition for Sustain­able Aviation ICSA. Aus der EU ist dort 'Trans­port & Environ­ment' Mitglied, und Selbst­verständnis und Ziel­setzung sind ähnlich.

Logo FairTransport

Als gewerk­schaft­liche Interessen­vertretung für die Beschäf­tigten im Transport­sektor auf EU-Ebene arbeitet die European Transport Workers’ Fede­ration ETF Europe, mit einem Luft­fahrt-Sektor Civil Aviation. Sie ist der europä­ische Zweig der Inter­national Transport Workers’ Federation ITF Global, die ähnlich struk­turiert ist und eben­falls einen Sektor Civil Aviation hat. Die Inhalte sind partiell iden­tisch, aber es gibt auch Unter­schiede.
Die Forde­rungen beider Organi­sationen sind erfreu­lich progres­siv, von einer sehr eindeu­tigen Verur­teilung des Sozial­abbaus durch Airlines und Flug­häfen während der Corona-Pan­demie bis zu einer Unter­stützung der Forde­rungen nach mehr Klima­schutz und Klima­gerechtig­keit, und der Forde­rung nach einer gerechten Trans­formation des Luftverkehrs­sektors.

Auch der globale Dach­verband von Gewerk­schaften aus den Bereichen Bergbau, Energie und verar­beiten­dem Gewerbe (also einschließlich Metall, Chemie, Elektro, Textil u.a.) industriALL, hat einen Bereich Aero­space. Auf europä­ischer Ebene gibt es die gleiche Struktur mit IndustriALL Europe und den Bereichen Aero­space und Just Transi­tion.
ITF/ETF und industriALL arbeiten gerade im Luft­fahrt­bereich relativ eng zusammen und formu­lieren ähn­liche Posi­tionen.
Für das Kabinen­personal gibt es seit einiger Zeit die European Cabin Crew Association EURECCA. Auch die Piloten sind global organisiert in der Inter­national Federation of Air Line Pilots' Associations IFALPA, mit der europä­ischen Regional­organi­sation Euro­pean Cockpit Asso­ciation ECA. Zu Umwelt­fragen haben alle drei nicht viel zu sagen, aber insbe­sondere ECA liefert viele interes­sante Beiträge zu Arbeits­beding­ungen und daraus resul­tieren­den Fragen der Sicher­heit im Luft­verkehr.
Eine global aktive Initia­tive, die sich die Siche­rung von Luft­fahrt-Arbeits­plätzen durch eine nach­haltige Umge­staltung des Sektors zum Ziel gesetzt hat, ist Safe Landing.

Die Verbands­struktur bei den europä­ischen Luftfahrt­gesell­schaften wurde von wech­selnden Konkurrenz­situa­tionen geprägt. Bis 2016 waren die Asso­ciation of Euro­pean Air­lines AEA als Dach­verband der inter­national tätigen, vormals über­wiegend staat­lichen europä­ischen Flug­gesell­schaften, auch 'Netz­werk-Carrier' genannt, und die Euro­pean Low Fares Air­line Asso­ciation ELFAA als Dach­verband der neu aufkom­menden Billig­flug­gesell­schaften, die über­wiegend auf Europa konzen­triert waren, tätig. Mit der zuneh­menden Anglei­chung der Geschäfts­modelle einer­seits und der unter­schied­lichen Haltung gegen­über auslän­dischen Konkur­renten, besonders aus dem arabischen Raum, ergaben sich neue Konstel­lationen.

Grafik

Heute ver­treten die "führen­den" europä­ischen Flug­gesell­schaften, von Luft­hansa bis Ryanair, ihre gemein­samen Inter­essen über einen neuen, Airlines for Europe A4E (spöttisch auch "Airlines for Euros") genannten Dach­verband. Dessen haupt­säch­liche Aufgabe ist die Lobby­arbeit bei den EU-Institu­tionen, aber für die Öffent­lichkeit haben sie auch eine Green­washing-Kampagne namens Desti­nation 2050. Die kleineren Flug­gesell­schaften haben sich in der schon länger existie­renden, aber wenig einfluß­reichen Euro­pean Regions Air­line Asso­ciation ERA gesammelt.

Logo IATA

Auf globaler Ebene sind alle wich­tigen Flug­gesell­schaften und zahl­reiche weitere Unter­nehmen und Organi­sationen der Luft­verkehrs­wirtschaft organi­siert in der Inter­national Air Transport Association IATA, die wesent­liche Aufgaben bei der globalen Koordi­nierung des Luft­verkehrs über­nimmt.
Wie auf Bundes­ebene hat der Geschäfts­flugverkehr auch eigene Organi­sationen auf europä­ischer Ebene mit der European Business Aviation Association EBAA und global mit dem Inter­national Business Aviation Council IBAC.

Logo ACI Europe

Die grösseren europä­ischen Flughäfen sind organi­siert im Airports Council Inter­national Europe ACI Europe. Dort gibt es eigene Seiten zu Air­port Sustain­ability, auf denen eine Menge Informa­tionen darüber zu finden sind, wie sich Flug­häfen mit den Umwelt­problemen ausein­ander­setzen, die sie verur­sachen. Es gibt auch einen europä­ischen Dach­verband der Regional­flughäfen, die Euro­pean Regional Aero­dromes Commu­nity ERAC, die aber offen­bar nur in den DACH-Ländern (Deutsch­land. Öster­reich, Schweiz) aktiv ist.
Global werden die Flug­häfen durch den Airports Council Inter­national ACI World ver­treten.

Die enge Verflech­tung zwischen zivilem und militä­rischem Sektor in der Luft­fahrt wird deut­lich in der Arbeit der Aero­Space and Defence Indus­tries Asso­ciation of Europe ASD. Spezielle Umwelt­aktivi­täten gibt es dort nicht, aber zwei Themen­bereiche zur "Dekarboni­sierung" sowohl des Luft­verkehrs als auch der Vertei­digung. Beide enthalten über­wiegend Allge­mein­plätze und Green­washing, die eine redet auch von Netto-Null-Emis­sionen bis 2050, aber die andere geht immer­hin nicht soweit, in abseh­barer Zeit eine klima­neutrale Krieg­führung zu ver­sprechen.
Ein ganz spezielles Netz­werk ist auch die Euro­pean Air Group EAG. Dahinter steckt eine Koope­ration der Luftstreit­kräfte von sieben europä­ischen Staaten (plus sechs weitere Partner bzw. Teil­nehmer), die auf­grund der Erfah­rungen aus gemein­samen Ein­sätzen am Golf und in Jugo­slawien gemein­sam Krieg spielen wollen. Eine ver­gleich­bare Struktur gibt es für militä­rische Luft­trans­porte, inkl. medizi­nische Trans­porte und Luft­betankungen, mit dem Euro­pean Air Trans­port Command EATC, wobei bei deren Grün­dung aller­dings zunächst Effi­zienz­über­legungen im Vorder­grund standen.
Aus nahe­liegenden Gründen gibt es auf globaler Ebene keine ver­gleich­baren Netz­werke. Der Inter­national Coordi­nating Council of Aerospace Industries Associations ICCAIA beschränkt sich, offi­ziell zumin­dest, auf zivile Aktivi­täten.

Logo CANSO

Auch die privati­sierten Flug­sicherungs-Organisa­tionen haben ihren globalen Dach­verband, die Civil Air Navi­gation Services Organi­sation CANSO.

Grafik

Einem Äqui­valent zu den natio­nalen staat­lichen Akteuren auf inter­nationaler Ebene am nächsten kommt die Inter­nationale Organi­sation der Zivil­luftfahrt, die Inter­national Civil Aviation Organi­sation ICAO. Diese ist als UN-Unter­organi­sation nicht in der Lage, recht­lich verbind­liche Vorgaben für die Staaten, die ihre Mit­glieder sind, zu machen, sondern beschränkt sich auf das Finden von Kompro­missen und die Erarbei­tung von Vor­lagen, die die Staaten oder Staaten­bünde dann in eigene Rechts­vorschriften umsetzen müssen. Den­noch bildet das ICAO-Regel­werk die wesent­lichen inter­nationalen Rahmen­bedingungen, nach denen der zivile Flug­verkehr welt­weit funktio­niert. Einen Einstieg in die umwelt­relevanten Rege­lungen und Aktivi­täten findet man auf den Umwelt­seiten, Näheres zu Standards (Standards and Recom­mended Practices, SARPs) auf den Unter­seiten des Umwelt­ausschuß CAEP (Committee on Aviation Environ­mental Protec­tion).
Regionale europä­ische Unter­organi­sation der ICAO ist die Europä­ische Zivil­luftfahrt-Konferenz ECAC. Sie hat auch eine Umwelt­seite und eine Umwelt-Arbeits­gruppe, aber dort wenig Aktuelles zu berichten.
Eine mittler­weile über Europa hinaus tätige Ausgrün­dung der ECAC ist die Euro­pean Organi­sation for Civil Aviation Equip­ment EUROCAE, die Indus­trie-Stan­dards für die Luft­verkehrs­industrie entwickelt.

EU-Strategie

Da der Luft­verkehrs­markt Teil des Europä­ischen Binnen­marktes ist, wird ein grosser Teil der politi­schen und wirtschaft­lichen Strate­gien und des zuge­hörigen recht­lichen Rahmens über die EU-Institu­tionen fest­gelegt, d.h. über die Europä­ische Kommis­sion, das Europa­parlament und den Minister­rat. Alle bieten Seiten an, die sich mit dem Thema Luft­verkehr ausein­ander­setzen.

Die EU-Kommis­sion bietet Seiten zu den Schwer­punkten Luft­verkehr, Flug­lärm, Luft­verkehrs­emis­sionen und Klima und Forschung. Die Kommis­sion betreibt darüber hinaus den EU Science Hub, mit dessen Hilfe Forschungs­ergeb­nisse des EU-Wissen­schafts­service "Joint Research Center" gefunden werden können.
Für das EU-Parla­ment befassen sich in der Regel der Umwelt- und der Verkehrs-Aus­schuss mit den einschlä­gigen Fragen. Dazu gehören u.a. der Emis­sions­handel und CORSIA und die Luft­qualität. Auf der Seite eines eigenen Think Tanks kann man nach Forschungs­ergeb­nissen zu speziellen Themen und Stich­worten suchen.
Ebenso sind im Minister­rat die Räte für Umwelt und Verkehr zuständig. Hier gibt es aber keine weitere themen­spezifische Aufteilung und keine speziellen Inhalte, nur eine Seite mit aktu­ellen Stellung­nahmen.

Ein Versuch, einen syste­matischen Über­blick über das EU-Recht im Luft­fahrt­bereich zu geben, war das Euro­pean Civil Aviation Hand­book. Es ist immer noch online, wird aber offen­bar schon länger nicht mehr aktua­lisiert. Viele Links führen zu veral­teten Doku­menten, aber da die europä­ische Rechts­daten­bank EUR-lex gut organi­siert ist, findet man von da aus häufig doch die aktuellste Version.

EEA-Logo

Fachlich interes­santer sind die Organisa­tionen auf EU- oder europä­ischer Ebene, die zwar im EU Agencies Network EUAN zusammen­geschlossen sind, aber in der Regel über die EU-Institu­tionen hinaus­gehende Koopera­tionen mit privat­wirtschaft­lichen oder staat­lichen Einrich­tungen sind.
Dazu gehört u.a. die Europä­ische Umwelt­agentur EEA mit ihrem Informa­tions- und Beobach­tungs­netzwerk Eionet. Interes­sante Schwer­punkt-Themen sind dort Luft­verschmut­zung, Klima und Transport.

Logo EASA

Mit Sicher­heits­fragen der Luft­fahrt im weitesten Sinn beschäftigt sich die Euro­pean Union Aviation Safety Agency EASA. Es gibt einen "Light"-Bereich, der die schöne Welt des Fliegens malt, und einen "Pro"-Bereich, in dem sich eine Reihe von interes­santen tech­nischen Fakten finden, u.a. in der Umwelt-Domain, dem Umwelt­report EAER, der alle 3 Jahre (zuletzt 2025) erscheint, und in den Daten­banken zu Noise Certi­fication, Emission Certi­fication und CO2 Certi­fica­tion von Trieb­werken bzw. Flug­zeugen.

Eurocontrol-Logo

Für Fragen der Flug­sicherung zuständig ist die Euro­pean Organi­sation for the Safety of Air Navi­gation Euro­control. Im Rahmen der Bemühungen der EU, einen 'einheit­lichen europä­ischen Luftraum' (Single Euro­pean Sky, SES) zu schaffen, hat sich ihre Aufgaben­stellung über die Jahre verän­dert. Heute fungiert sie als Network Manager und Teil des Deploy­ment Manager für die Ergeb­nisse des SESAR-Projekts, mit dem der Euro­pean ATM Master Plan umge­setzt werden soll. Praktisch nutz­bar sind die Ver­öffent­lich­ungen in der Biblio­thek, insbe­sondere die Data Snapshots, die statis­tische Informa­tionen über die aktu­elle Entwick­lung des Luft­verkehrs in Europa liefern. Ein spezielles Thema ist auch hier die zivil-militä­rische Koope­ration bei der Nutzung des Luft­raums.
Mit neuen, 'sauberen' Techno­logien für die Luft­fahrt beschäftigt sich Clean Aviation (früher 'Clean Sky').

Keine EU-Agentur, aber ein "Netz­werk für strate­gische Forschung in Aero­nautik und Luft­transport" unter Betei­ligung fast aller bisher genannten europä­ischen Akteure ist der Advisory Council for Aviation Research and Inno­vation in Europe ACARE.
Ein Zusammen­schluss der inter­nationalen Verbände der privat­wirt­schaft­lichen Akteure der zivilen Luft­fahrt ist die Air Transport Action Group ATAG, mit diversen Unter­seiten zu Umwelt­themen.
Im Niveau unter­scheiden sie sich wenig von dem, was der BDL auf natio­naler Ebene bietet: das Publikum soll über­zeugt werden, dass Fliegen umwelt­verträglich organi­siert werden kann und der Luft­verkehr weiter wachsen muss.

Auch sonstige Fach-Platt­formen gibt es natür­lich in Hülle und Fülle und auf jedem Niveau. Eine kleine Auswahl:

Grafik

Ziel des "Inter­national Council on Clean Transpor­tation" ICCT ist die Erstellung "gründ­licher, fairer und unab­hängiger Forschung und Analyse für die Politik und den Fort­schritt zu einem sauber­erem globalen Transport-System". Finan­ziert wird er von einer Vielzahl von Stiftungen und öffent­lichen Einrich­tungen, u.a. dem UN Umwelt­programm, der EU-Kommis­sion und dem Umwelt­bundesamt. Der Bereich Aviation (Luftfahrt) ist eine Fundgrube für Analysen neuer Flugzeug-Techno­logien, alter­nativer Antriebe und Treib­stoffe, aber auch verschie­dener Politik­ansätze zur Eindämmung der Klima- und Umwelt­schäden durch den Flug­verkehr.

AviationHerald-Logo

Eine neutrale Quelle für Infor­mationen zu dem Themen­komplex Luftfahrt-Klima-Umwelt zu sein bean­sprucht die Online-Platt­form GreenAir Online.
Über alles, was in der welt­weiten Luftfahrt schief geht, berichtet sehr aktuell der Aviation Herald, häufig mit Insider-Infor­matio­nen (auch in den Kommen­taren), die sonst nirgendwo zu finden sind. Zu Sicherheits­fragen aller Art, inklusive Unter­suchungs­berichten, Fotos, Statis­tiken und Daten­banken, berichtet ausführ­lich das AviationSafetyNetwork.
Besonders aus dem Bereich der EU-Politik berichtet die Online-Platt­form EurActiv, die auch eine eigene Sektion Aviation hat. Neuerdings ist allerdings vieles hinter einer Paywall versteckt.


Button


Informationen aus und über

Gemarkung
Gemarkung

Karte der Gemarkung Raunheim (zum Vergrössern anklicken)
Kartengrundlage: BürgerGIS der Stadt Raunheim,
Abruf vom 02.10.2022, Darstellung modifiziert

Leider gibt es nicht viele Online-Ange­bote, die halb­wegs aktu­elle Informa­tionen aus und über Raun­heim liefern.

Ausnahme ist natür­lich die Home­page der Stadt Raun­heim, mit aktu­ellen Stadt­nach­richten und allen üblichen kommu­nalen Informa­tionen und Service-Ange­boten.
Seit kurzem gibt es auch das Mit­teilungs­blatt Raun­heim aktuell, das neben amt­lichen Nach­richten auch Infos aus dem aktu­ellen Stadt­leben enthält, die von den jewei­ligen Vereinen, Insti­tutio­nen etc. bereit­gestellt werden.

Das Thema Flug­hafen und Flug­lärm spielt da leider nur selten eine Rolle, aber immer­hin findet man alle Materia­lien dazu auf den Seiten zum Stadt­leit­bild unter dem Themen­ziel: Flug­lärm.
Als leider immer noch aktu­elle Doku­mente gibt es da das Flug­lärm-Ent­lastungs­konzept Raun­heim 2002 und dessen Fort­schrei­bung 2006. Die dort beschrie­benen Maß­nahmen, die Raunheim beim Lande­anflug über die Stadt etwas ent­lasten könnten, warten leider weitest­gehend immer noch auf ihre Umsetzung.

Im Rahmen der Erarbei­tung des Stadt­leit­bildes 2.0 wurden alle Flug­hafen-spezi­fischen Themen im Arbeits­kreis Umwelt und Klima­schutz disku­tiert. In dessen Ergebnis­papier, das vom Arbeits­kreis beschlos­sen und von der Stadt­verord­neten­versammlung bestätigt wurde, sind die wich­tigsten Forde­rungen zu den Themen Flug­lärm und Schad­stoff­belastung beschrieben.
Die Stadt­verwaltung listet auch alle Presse­mittei­lungen und Druck­sachen der städti­schen Gremien zu den Themen des Stadt­leit­bildes auf, aber Rele­vantes zum Thema Flug­hafen findet sich da äusserst selten. Besten­falls werden Aktivi­täten des Bürger­meisters in seinen Funk­tionen als Vorstands­mitglied der Flug­lärm­kommission Frank­furt sowie in diversen regio­nalen Gremien zur Kenntnis genommen.

Im Netz präsent sind auch die Raun­heimer Parteien. Klassische Webpages betreiben WsR, SPD, CDU, UMMA, Grüne, und FDP, auf Facebook präsent sind WsR, SPD, CDU, und FDP.
Die Seiten sind sehr unter­schiedlich in Qualität und Aktua­lität, aber allen gemeinsam ist, dass Flug­hafen-Themen praktisch nicht vorkommen.

Logos

Der lokale Zeitungs­markt schrumpft zusehends. So ist der Online-Auf­tritt der frühe­ren Raun­heimer Lokal­blätter Rüssels­heimer Echo und Main-Spitze seit der inzwi­schen voll­ständigen Über­nahme der Echo Medien GmbH durch die Verlags­gruppe Rhein-Main (weit­gehend?) iden­tisch.
In sonstigen Regional­blättern kommt Raun­heim praktisch nicht vor.

Sehr aktuell sind die Auftritte der Feuer­wehr Raunheim als Webpage und auf Face­book, aber zum Glück gab es da bisher im Zusammen­hang mit dem Flug­verkehr höchstens mal von Hilfe­stel­lungen bei Wirbel­schleppen-Schäden zu berichten.
Statis­tische Daten über Raunheim gibt es u.a. im Wegweiser Kommune der Bertels­mann Stiftung.

Aus dem Bereich der lokalen Wirtschaft gibt es aktuelle Informa­tionen vom Gewerbe­verein Raunheim, dessen Mitglieder­liste einen Über­blick über die kleinen und mittleren Betriebe in Raun­heim gibt (auch wenn keines­wegs alle Mitglied sind).
Von den Grossen gibt es aktuelle Informa­tionen von der Unitank Raunheim, die das Tank­lager an der Auto­bahn betreibt, das nach eigenen Angaben etwa die Hälfte des auf dem Flug­hafen verbrauch­ten Kerosin liefert. Für die Bürger­*innen gibt es einen Stör­fall-Flyer und zwei Notfall-Ruf­nummern.
Praktisch nur noch Kontakt­daten gibt es für das Gewerbe­gebiet Mönch­hof, die die Eigen­tümerin Fraport zur Ver­fügung stellt.

Die Wirtschafts­seiten auf der Homepage der Stadt Raunheim sind in unter­schied­lichem Zustand. Einiges ist aktu­ell, anderes ver­altet, wie etwa Angaben zur Verkehrs­anbin­dung. Bei den Gewerbe­stand­orten. findet man immer noch Reste der alten Traum­bilder von den Airport­estates, die als Ausdruck bornier­ter Marke­ting-Hybris die Einzel­standorte Airgate One (alias Stadt­tor), Airport Garden (alias Resart-Ihm-Gelände) und Airparc Logistic (alias Mönchhof­gelände) zu einem gemein­samen Auftritt zusammen­fassen sollten. Die wesent­lichen Angaben sind aller­dings aktuell.

Wahrsagerin

Und da die Lebens­qualität vieler Raunheimer­Innen dank des Flug­hafens stark von der Wind­richtung abhängt, hier eine aktuelle Prognose:


Länger­fristiger und detail­lierter gibt es das für den Flug­hafen Frank­furt auch von AllMetSat.
Und wer sich zum jeweiligen Wind auch noch die sich daraus ergebende Rücken­wind-Kompo­nente berechnen will, kann das mit einem Rechner tun, den wir auf unserer Seite "Lärm­werte und Flug­daten" anbieten.
Da aber die Betriebs­richtungs­wahl am Flug­hafen nicht nur vom Wind, sondern einer "Viel­zahl von Para­metern" abhängt, die sich gewöhn­lichen Sterb­lichen nur bedingt erschliessen, sollte man sich auch noch die Betriebs­richtungs-Prognose des Umwelt­hauses ansehen.
Eine sichere Aussage über zu erwar­tenden Lärm oder (rela­tive) Ruhe liefert aller­dings nichts davon.


Button-Top

Button Startseite